 |
 |
 |
Frühjahr 2001
|
|
|
Durch die Maul- und Klauenseuche gerät im Frühjahr 2001 die Ordnung in Deutschland aus den Fugen! Ganze Schafherden werden gekeult, Tiertransporte verboten, Sperrgebiete um Bauernhöfe eingerichtet! Als im Münsterland der erste Verdachtsfall auftritt, zieht der Allwetterzoo seine Konsequenzen! Um den wertvollen Tierbestand zu schützen, schließt der Zoo seine Pforten! Eine traurige Premiere und fast undenkbar für eine Einrichtung, die damit wirbt 365 Tage im Jahr geöffnet zu haben - und ein gewaltiges Minusgeschäft dazu! 500 000 DM soll der Zoo an Einnahmen eingebüst habe, eine gewaltige Summe! Die Tiere langweilen sich drei Wochen lang, - der Allwetterzoo nutzt die besucherfreie Zeit für Renovierungen und Verschönerungsarbeiten! Auch wenn die angekündigte und dringend nötige Sanierung der Wege in dieser sich anbietenden dreiwöchigen "Auszeit" noch nicht durchgeführt wurde, gibt es bei der Wiederöffnung am 11. 04. 01 vieles zu bestaunen!
|
|
|


|
|
|
Der münstersche Allwetterzoo präsentiert sich wortwörtlich mit einem neuen Gesicht! Der ganze Eingangsbereich wurde freundlicher gestaltet, die Kassenhäuschen erneuert, Glasflächen eingebaut und auch etwas Grün angelegt: keilförmig zieht sich dem Besucher ein kleiner Park im typischen Stil des Zoos entgegen! Wenn sich der leidige Beton hier auch nicht ganz verdrängen läßt, so kann man ihn zumindest etwas kaschieren. Der Versuch wurde unternommen und unten sieht man das Ergebnis: eine Anlage mit einem Weg, der mit Rindenmulch bedeckt ist, mit Bänken und ein paar Spielmöglichkeiten. Fazit: Schöner als vorher!
|
|
|
 |
|
Nobby Nörgler meint: "Ein bißchen Grün mehr: schön und gut! Der Vorplatz vom Zoo bleibt trotzdem so groß und so reizvoll wie der Parkplatz vom Einkaufszentrum in der Vorstadt! Wie wäre es mit ein wenig sinnvoller Nutzung? Beispiel: Pferdemuseum! Das könnte man hier hinbauen! Die Spiegel sind ja ganz lustig, aber was soll der aufgespießte Findling? Sollen die Blagen hier Bullriding üben fürs nächste Rodeo im Autohaus Platzda? Der polierte Blecheimer auf der Spiralfeder wird eh bald dem ersten Koten zumindest kaputte Schneidezähne bescheren! Und dann ist das Geplärre groß! Aber auf mich hört ja keiner...!"
|
 |
|
|
|

Junger Schabrakenschakal, Frühjahr 2001

|
|
|

Krauskopfpelikane im Gehege am Dickhäuterhaus

|
|
|
Hinter dem Elefantenhaus direkt neben den Schabrackenschakalen haben die Krauskopfpelikane ein liebevoll gestaltetes Gehege bezogen. Die Tiere sind neu im Allwetterzoo und sind die zweite Art Pelikane, die in Münster ihre Heimat gefunden haben. Noch sitzen sie ein wenig verloren auf den sich türmenden Baumstümpfen und geniessen die zaghafte Frühlingssonne. Fazit: man wird sehen!
|
|
|
 |
|
Nobby Nörgler meint: "Pelikane sind doch keine Affen, was soll da der Holzverhau? Und hätte man die Vögel nicht auf der größeren Wasserfläche am Afrikapanorama unterbringen können? Da hätten sie wesentlich mehr Platz zum Schwimmen! Aber auf mich hört ja keiner...!"
|
 |
|
|
|
Als der Zoo endlich und sehnsüchtig erwartet seine Tore wieder öffnet, stehen die Besucher mit stark nach Essig riechenden Schuhen *) staunend vor dem unten abgebildeten Prachtexemplar einer Kinderbelustigungsstätte! Die große mit ganz feinem Kies bestreute Fläche enthält drei Picknicktische und einige zugegeben geschmackvolle und wahrscheinlich pädagogisch wertvolle Spielgeräte aus hellem Holz für kleinere Kinder! Der ursprüngliche Baumbestand der Suhle wurde wohl bis auf wenige abgeholzte Exemplare erhalten. Fazit: ganz nett aber eher überflüssig, mit schönem Blick ins Elefantengehege!
*) Bedingt durch die mit Essig gefüllten Desinfektionswannen, durch die jeder Besucher mußte! Anm. d. Webmasters
|
|
|

Der alte Elefantenkral beherbergt nun einen neuen pädagogisch wertvollen Spielplatz.

|
|
|
 |
|
Nobby Nörgler meint: "Na ja, die Elefanten können sich doch in den Regen stellen, da werden sie auch naß. Viel schlimmer ist die niedrige Absperrung zum nahen Gehege. Neulich sind Blagen drüber geklettert und standen direkt am Elektrozaun wo es in die Tiefe geht! Find ich gefährlich! Aber auf mich hört ja keiner...!"
|
 |
|
|
|
Kommentar der ZooFans Münster:
War es wirklich nötig auf dieser Fläche einen Spielplatz einzurichten, besonders wo einige Schritte weiter südlich der beliebte und stark frequentierte Abenteuerspielplatz liegt? Hätte man diesen schönen Baumbestand nicht anderweitig nutzen können: für Tiere zum Beispiel? Und: Stammgästen des Allwetterzoos wird das Herz bluten, wenn sie zurück denken, was auf diesem Areal sonst oft los war! Quiekende, prustende und trompetende Elefantendamen, bis über die Ohren in Wasser und Matsch versinkend! Ein Drunter und Drüber von riesigen dunkelglänzenden Elefantenleibern, strampelnd und zappelnd: Lebenslust pur! Anschließend das Sandbad: wälzen im warmen dunklen Erdreich! Und wer bis da dachte, Elos sind langsam und bedächtig, wurde hier eines Besseren belehrt. Ehrwürdige Elefantendamen galoppierten auf Erdberge und rutschten auf dem Hinterteil wieder hinunter. Liefen im Schweinsgalopp Achten. Versuchten immer wieder übermütig wie kleine Kinder, ihre Freude auch an den alten Bäumen auszuleben, ausgelassen an der Rinde zu reißen oder ein paar Blätterbüschel zu erhaschen, obwohl alle wußten: der Pfleger sieht es doch und es gibt Schimpfe. Hätte man diese Bademöglichkeit nicht beibehalten, nicht ausbauen können? Die Bäume schützen und den Elefanten die Freude zumindest so lange bewahren können, bis das in ferner Zukunft geplante Badebecken östlich der Anlage realisiert wäre? Nur wer einmal das Elefantenbad in diesem ursprünglich zum Elefantenreiten eingerichteten Areal gesehen hat, kann so richtig nachvollziehen, was tierische Lebensfreude ist. Besser: was tierische Lebensfreude war, denn der Kral ist Geschichte!
Fazit: was da aufgegeben wurde, ist nicht wieder gut zu machen!
|
|
|

Netzgiraffen im Allwetterzoo

|
|
|
Der alte Elefantenkral wurde (leider!) zum Spielplatz umgestaltet und das ursprünglich zum Aufsitzen gedachte Podest war überflüssig! Anstatt es zu verschrotten hatten Mitglieder des Allwetterzoos eine geniale Idee: ein wenig umgeändert, neu gestrichen und am Gehege der Netzgiraffen aufgestellt, dient es jetzt dem Auge-in-Auge Kontakt mit den großen Urtieren. Vielleicht darf man in Zukunft hier auch mal die Langhälse füttern! Fazit: gute Idee am dringend renovierungsbedürftigen Gehege!
|
|
|
 |
|
Nobby Nörgler meint:" Auf dem Schild am Giraffengehege steht, dass die Tiere in der Natur mit allerhand anderen Viechern zusammen leben: Zebras etc. pp! Warum dann nicht hier im Allwetterzoo? Das Afrikapanorama hätte sich doch auch hier angeboten! Aber auf mich hört ja keiner!"
|
 |
|
|
|

Das neue Aussengehege der Löwenkopfäffchen

|
|
|
Nur sehr unvollkommen kann dieses digitale Bild das schön gestaltete neue Aussengehege der kleinen Löwenkopfäffchen wiedergeben! Der mit viel Grün und Baumstämmen naturnah nachempfundene Lebensraum dieser putzigen Affen wurde ans Tropenhaus angebaut, so dass sie beliebig zwischen Innen und Aussen wechseln können. Den Besuchern wird ein pergolarartig bewachsenes Areal mit schattigen Bänken zum Beobachten und Rasten angeboten! Fazit: einzigartig im Allwetterzoo!
|
|
|

Blick auf das alte Storchengehege

|
|
|
Wer das Wegenetz des Allwetterzoos kannte, wird die Ende April abgeschlossene Sanierung begrüßen! Wo sonst an Regentagen ausgedehnte Pfützen auf den "Buckelpisten" die Kinder zum Planschen einluden, ziehen sich jetzt sanft geschwungene Spazierwege durchs Gelände. Breiter, eleganter und aus grobem Flußsand angelegt, der die Nässe besser ableitet. Unser Bild zeigt einen Teil des Weges an der ehemaligen Storchenkolonie, gegenüber der neuen "Zoorangerie". Fazit: gut bei Nässe! Aber bei langer Trockenheit?
|
|
|
 |
|
Nobby Nörgler meint:" Bin die Tage bei schönem Wetter mit Sandalen im Zoo gewesen! Ich musste mir abends echt nochmal die Füße waschen, trotz duschens morgens. So einen Dreck hatte ich zwischen den Zehen. Und die Blagen? Konnte man garnicht mehr sehen: so eine Staubwolke machten die beim Schlurfen! Ein LKW voll Teer oder richtigen Beton auf die Wege, und alles wäre gut gewesen! Aber auf mich hört ja keiner!"
|
 |
|
|
|

Das Nasenbärengehege: vorne die Höhle

|
|
|
Am 30. 05. sind die Nasenbären endlich in ihr völlig neu gestaltetes Gehege gezogen! Über 500 qm2; bedeckt mit Büschen, bis zu 15 m hohen Bäumen und Felsen laden die 12 katzengroßen Tiere ein zum Toben, Buddeln und Klettern. Der ganze Beton ist weg: die völlig neu umgebaute Aussenanlage ist ein Meisterstück der tierorientierten Zooarchitektur! Auf den ersten Blick wirkt alles ein wenig chaotisch, aber die Tiere scheinen sich wohl zu fühlen und nutzen das Gehege voller Energie! Fazit: gelungen!
|
|
|

Blick aus dem Allwettergang auf die Nasenbären

|
|
|
|