Am 5. Dezember bezog die Schwarze Schwänin mitsamt ihrem weißen Tretboot das Winterquartier im münsterschen Zoo!Um 11 Uhr sollte der Umzug von Münsters berühmtem „Liebespaar“ ins Winterquartier eigentlich beginnen. Zahlreiche Medienvertreter und interessierte Spaziergänger waren ebenso pünktlich zur Stelle wie das „Transportkommando“, bestehend aus Peter Overschmidt und Jörg Adler. Der Yachtschulbesitzer, der sich den Sommer über um „Petra“ gekümmert hatte, wartete mit seinem Motorboot, der Zoodirektor mit knackigen Salatköpfen und „schwanenmäßig“ gekleidet. Er trug die rote Weste und die helle Kappe, die der Schwänin noch vom letzten Winter bekannt sein mussten
Aber „Petra“ ließ sich lange bitten: Alles Locken half erst einmal nicht, die Schwänin war satt! Eine Schwanenfreundin hatte sie wohl am Morgen gut gefüttert, nicht ahnend, dass sie damit die Umzugs-Strategie durcheinander brachte. Doch nach einigen vergeblichen Manövern des Motorbootes mitsamt Tretboot konnte Jörg Adler „Petra“ schließlich überlisten. Er schaffte es, sie aus dem Wasser heraus und ins Boot hinein zu heben. Dann ging es in gemächlicher Fahrt über den Aasee Richtung Zookanal, das große weiße Schwanentretboot im Schlepptau. Dort angekommen, wurden beide an Land und vorbei an neugierigen Geparden und Giraffen Richtung Winterquartier gebracht. Mitten im Zooteich neben der Elefantenanlage verankerte ein Zoomitarbeiter das Tretboot. „Petra“ folgte ihm prompt ins Wasser. Sie begab sich an die Seite ihres großen weißen Plastikpartners, putzte ihr Gefieder und reckte sich. Man konnte beinahe den Eindruck gewinnen, sie sei zu Hause angekommen....
05.12.'07